Weinende Mütter…

Gestern war ein solcher Tag, da wollte ich nicht meine Kinder oder meinen Mann auf dem Mond schiessen, sonder hätte am liebsten meine Koffer gepackt und mich selbst dahin verfrachtet. Mich in einem Krater versteckt und nicht mehr rauskommen zu müssen.

Auch wenn ich gerne schöne Fotos von mir mache, manchmal ist es nur eine Fassade und innen drin ist es machmal alles andere als schön. Ja ich bin ehrlich und möchte niemandem was vorspielen, denn auch wenn man sich vielleicht zum Selbstschutz nicht immer so zeigt wie es ist, ist es dennoch möglich, dass es einem anders geht als es scheint.

Und Gestern hat der Tag auch wenn alles super schien doch Spuren hinterlassen in Form von Tränen. Ja auch da bin ich ehrlich mit euch, denn auch das kommt vor.

Als Mutter habe ich gedacht Stärker sein zu müssen und nicht mehr weinen zu dürfen, aber habe mittlerweile das Gefühl, dass ich nun viel öfter weinen muss als früher. Früher meine ich als Teenager wo man Tränen wegen Jungs bzw. Liebeskummer vergossen hat. Es schien in dem Moment das Ende der Welt zu sein und man konnte Stundenlang Tony Braxton „Un-break my Heart“ hören und noch mehr Tränen vergiessen aber nein ich meine nicht dieses Weinen.

Es hat eigentlich in der Schwangerschaft schon angefangen und zwar bei mir beim ersten Ultraschall. Es war damals noch ein gemischtes Weinen mit Freuden und Angst Tränen (Zwillinge zu bekommen ist nicht grad alltäglich und auch mit Angst und Respekt zu begegnen) und das hat sich so weitergezogen.

Denn als nächstes war es das hormonelle Weinen, wo man einen Überschuss an Gefühlen hatte und nicht genau wusste wohin damit. Dann war es das Weinen bei der Geburt auch total gemischt aber total normal. Spätestens ab da hätte ich gedacht, dass es nun gut sei und das nun vermehrt die Kinder weinen werden, aber nein auch das war nicht das Ende. Den dann kam der Babyblues Augenroll. Wer hat sich Den bloss ausgedacht! Und jaa auch dort wurden viele Tränen vergossen und das nicht nur bei mir.

Aber das gestrige Weinen war anders als all die letzten male, denn dieses ist voll Selbstzweifel und Schuldgefühle.

Mittlerweile sind unsere Mädels grösser und mit zunehmenden Alters wird das „Trotzen und Grenzen prüfen“ sehr spürbar. Nervlich am Ende ist man als Mutter eh schon und dann kommen 2 so kleine Quälgeister und wollen nun prüfen wie weit sie wohl gehen können. An gewissen Tagen fällt es mir leichter aber an vielen Tagen könnte ich sie einfach nur den ganzen Tag anschreien. Und an den Tagen brauchts auch nicht mehr viel, bis das Fass überläuft um man dann ev. anders reagirt als man eigentlich will. Nur um klarzustellen ich meine nicht schlagen sondern eifach schroffer im Umgang sein als sonst.

Und danach musste ich weinen, weil ich wieder ein mal das Gefühl hatte eine miserable Mutter zu sein, einfach versagt zu haben. Das Gefühl alles zu machen und einfach nur scheitern. Für alle das beste zu wollen aber eigentlich alles viel schlimmer zu machen.

Ich rede hier von mir aber denke es geht vielen Müttern so wie mir. Aber hey Ladys die Erleuchtung, denn wir sind eigentlich selbst Schuld. Was? Wie bitte? Ja genau denn wir selbst machen uns diesen Druck, der eigentlich ja auch nicht lange gut gehen kann. Druck die beste Mutter zu sein. Druck die beste Ehefrau zu sein. Druck die beste was weiss ich zu sein. Man will in allem die Nummer eins sein. Denn man vergleicht sich gerne mit anderen Müttern und sieht ev. was die alles mögliche leisten und dann kommen noch die Sprüche, dass „Früher die Mütter mehr gemacht haben und sich keine beschwert hat“ und und und…

Aber was wir vergessen ist, dass sich unsere Gesellschaft verändert hat und das nun überall mehr gefordert wird. Sei es bei der Arbeit oder Zuhause. Man soll eine Emanzipierte und Moderne Frau von Heute sein, aber eigentlich noch wie Früher den Haushalt nebenbei mit links schmeissen und die Kinder zu Genies erziehen. Ja aber wer schafft denn das alles wirklich?

Ich bin es nicht und ich gebe zu, manchmal ist es mir zu viel und ich bin dem Druck nicht gewachsen. Die Frage ist wie verarbeitet man das alles bloss. Nun ich habe mir diese Plattformen wie Instagramm und nun meinen Blog ausgesucht um genau da einen Ausgleich zu finden und so den Spagat zwischen Arbeit und Familie zu schaffen. Aber wie es Meist so ist, befinde ich mich auch da grad in einem Down oder eher in einer Kreativen-Blokade und mit allem Zusammen einfach an einem Punkt angekommen bin, wo es echt nicht mehr geht.

Und darum Weine ich, denn es hilf mir diesen Druck rauszulassen und zu zeigen, dass auch ich ein Mensch bin und einfach gewisse Grenzen habe. Für mich ist es ein Ventil, wo ich das angestaute wieder rauslassen kann und so am nächsten Tag von vorn beginnen kann. Aber vielleicht auch den Nächsten zu zeigen, dass man als Person auch noch da ist und selbst auch Bedürfnisse hat. Bedürfnisse nach einem Gespräch oder einfach Zuneigung. Egal was es ist, sich einfach bemerkbar machen, dass man nicht eine Maschine, sondern ein Mensch mit Gefühlen ist. Eine Mutter die nach Hilfe schreit.

Darum finde ich, ist es okay diese „Schwäche“ zu zeigen und das auch mal vor den Kinder, denn sie sollen nicht das Gefühl von mir vermittelt bekommen, den selben Druck standhalten zu müssen wie wir. Sie müssen nicht Perfekt sein und dürfen Fehler machen. Das was wir aber müssen, ist ihnen beizubringen aus Fehlern zu lernen und zu sagen wenn es ihnen zu viel wird. Das bringt sie im Leben weiter und auch macht es sie zu besseren Menschen.

Und wir Mütter müssen aufhören uns mit anderen zu vergleichen und uns akzeptieren wie wir sind. In den Augen unserer Kinder sind wir so oder so die Nummer 1. Egal wie wir sind, sie sind uns dankbar, dass wir für sie da sind und ihnen Aufmerksamkeit schenken. Darum hört auf euch mehr Druck zu machen als es nötig ist und lässt eueren Gefühlen freien lauf wenns mal sein muss. Ihr seid dann nicht schlechter deswegen, sondern zeigt Stärke.

XX

Eure Andrea

 

 

Verfasst von

Hallo und Willkommen auf meinem bunten und vielseitigen Blog über Fashion, Beauty und das Zwillings-Mama-Sein. Hier gibt es mehr Details, mehr Informationen, mehr Text und einfach mehr von mir. Wünsche euch viel spass beim Lesen und bis bald. XX Eure Andrea

Ein Kommentar zu „Weinende Mütter…

  1. Ohhhh liebe Andrea,
    Ich kenne es all zu gut! Habe auch immer das Gefühl perfekt sein zu müssen, habe auch oft Angst was aus meinen zwei Jungs wird!! Momentan erlebe ich eine sehr schwierige Zeit (meine Ehe) für mich und auf Instagram flüchte ich sehr gerne! Ausserdem macht mir „mich schön machen“ spass!
    Auch ich hatte bei meinem zweiten jungen den schrecklichen „babyblues“ und ja, der war schlimmmmmm …. erinnere mich sehr ungern daran!
    Wünsche dir und deiner Familie ganz schöne Ostern
    Liebe Grüsse und schau auf dich 💋💋
    Zejnepe

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